Foto: Paderbjörn

Was kommt dir als erstes in den Sinn, wenn du an die Roverstufe denkst? An ein unvergessliches Sommerlager oder einen herausfordernden Haik? An die letzte Roverparty? Das Zusammensein mit der Roverrunde? Oder doch einfach nur an die Farbe Rot?

Viele Dinge sind für uns einfach untrennbar mit der Roverstufe und der Roverzeit verbunden. Es sind Zeichen und Symbole wie unsere Stufenfarbe, der Roverschriftzug oder das Logo einer einzelnen Roverrunde. Genauso sind es auch verschiedene Rituale und Traditionen, die von Stamm zu Stamm und von Roverrunde zu Roverrunde unterschiedlich sein können. All diese Dinge bezeichnen wir häufig als Stil und Kultur. Um etwas anschaulicher zu werden, was sich alles dahinter verbergen kann, gebe ich im Folgenden ein paar Beispiele.

Sichtbarkeit

Inmeinem Heimatstamm (Stamm Coesfeld, DV Münster) gibt es die Tradition, dass sich jede Roverrunde einen Namen gibt. Sie entwerfen außerdem ein Logo oder Abzeichen und damit werden Pullover, T-Shirt und Co. bedruckt (natürlich in Rot). Und dann durfte auch noch eine Wand im Gruppenraum gestaltet und bemalt werden.

Neben diesen (und ähnlichen) Zeichen und Symbolen gibt es auch viele verschiedene Traditionen und Rituale. Sie machen die Roverstufe aus. Sicherlich sind sie auch für manche Klischees und Vorurteile der roten Stufe verantwortlich. Wer war als Roverin oder Rover nicht auf einer wilden Roverparty, sei es im Stamm, Bezirk oder Diözesanverband? Und wer einmal an einem Roverbundesunternehmen (rbu) oder an einem internationalen Roverevent teilgenommen hat weiß: Wir können feiern! Egal, ob wild oder elegant, hauptsache stilecht und in Rot. Doch wir übernehmen auch Aufgaben und Verantwortung (bald hier im Blog zu lesen).

Und bei dir?

Und, wie ist es bei dir? Wie ist es in deiner Roverrunde, in deinem Stamm oder deinem Bezirk? Welche Rituale haben bei euch die Roverinnen und Rover? Gibt es ein festes Ritual beim Stufenwechsel, mit dem die neuen Mitglieder in der Runde aufgenommen und ausscheidende Mitglieder aus der Roverrunde verabschiedet werden? Oder gibt es Rituale und Traditionen rund um bestimmte Veranstaltungen, wie dem Stammeslager, dem Friedenslicht, der Stammesversammlung o. ä.? Etwas das nur die Roverinnen und Rover dürfen? Schreibt uns dazu gerne eine Nachricht oder einen Kommentar.

Dieser eigene Stil und die eigene Kultur schaffen dabei ein starkes Zugehörigkeitsgefühl, egal, ob zur eigenen Roverrunde oder ganz allgemein zur Roverstufe. Dabei werden nicht nur einfach Traditionen der vorherigen Roverinnen und Rover übernommen. Jede Runde, jede einzelne Roverin und jeder einzelne Rover trägt zur Pflege, aber auch zur Weiterentwicklung von Ritualen, Traditionen und Symbolen bei.

Unser eigener Stil!

Wir schaffen und leben unseren eigenen Stil und unsere eigene Kultur. Das schafft und stärkt das Gefühl von Eigenständigkeit, von Einzigartigkeit und von Gemeinschaft. Und nicht immer sind unser Stil und unsere Kultur für Außenstehende verständlich und nachvollziehbar.

Denn: Roverinnen und Rover denken Dinge anders.